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Siegerehrung 2009

Schüler als erfolgreiche Theologen:

 

Preisträger mit dem „Facharbeitspreis Religion 2009“ geehrt

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Die Preisträger für den „Schülerfacharbeitspreis Religion 2009“ stehen fest. Die jungen Theologinnen und Theologen, allesamt Schüler der zwölften Jahrgangsstufe von Schulen aus der Region Bonn/ Köln, wurden im Rahmen einer Feier-stunde von den Dekanen der Evangelischen und Katholischen Fakultät Prof. Dr. Günter Röhser und Prof. Dr. Michael Schulz im Festsaal der Universität Bonn geehrt.

Insgesamt haben sich 34 Schülerinnen und Schüler an diesem zum fünften Mal durchgeführten, ökumenischen Wettbewerb beteiligt. Die achtköpfige Jury aus Vertre-tern der Hochschule sowie der örtlichen Kirchen hat aus den Einsendungen die überzeugendsten Arbeiten ausgewählt. Sie wurden mit Preisgeldern in Höhe von 300 Euro für den ersten, 250 Euro für den zweiten, 200 Euro für den dritten Platz und je 100 Euro für die beiden besonderen, kreativen Leistungen belohnt. Der Preis wurde in diesem Jahr von den evangelischen Bonner Kirchenkreisen, vertreten durch die Superinten-denten Corts und Wüster finanziert.

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Der 1. Platz des fünften „Schülerfacharbeitspreis Religion 2009“, gemeinsam verliehen von den theologischen Fakultäten der Universität Bonn, geht an Georg Dietlein vom Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Köln für eine Arbeit mit dem Titel „Erlöst durch Christus? Die Lehre von der Instrumentalkausalität der Menschheit Jesu Christi bei Thomas von Aquin“.

Die Jury erklärt:
Die Schülerfacharbeit von Georg Dietlein widmet sich einem anspruchsvollen theologischen Zentralthema: Es geht darum, dass das Menschsein Jesu nicht unbedeutend ist für unseren Glauben. Die Arbeit ist sowohl in ihrer Gedankenführung, der logischen und theologisch exakten Darstellung des Themas im Kontext der geistesgeschichtlichen Hintergründe (Scholastik, Aristotelesrezeption, aktuelle theologische Bezüge etc.) bis hin zur Qualität und Quantität der verarbeiteten Literatur als herausragend zu bezeichnen.



Den 2. Platz erhält Lukas Mahlberg, Vinzenz-Pallotti-Kolleg Rheinbach, für seine Ar-beit „Außergewöhnlicher Betonturm mit extravagantem Inneren – die Bruder-Klaus-Feldkapelle in Wachendorf“.

Die Jury erklärt:
In schönem, wunderbar zu lesendem Stil beschreibt Lukas Mahlberg, wie es zum Bau der Bruder-Klaus-Feldkapelle in Wachendorf gekommen ist.
Dabei geht er auf die Baugeschichte der Kapelle ebenso ein wie auf die verschiedenen Symbole. Beigefügte Fotografien und Abbildungen der Baupläne runden den guten Eindruck ab.


Die Arbeit von Johannes Niemeier vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Bonn erhält den 3. Platz: Sie setzt sich mit der „Haltung der Bekennenden Kirche in der Judenfrage“ auseinander.

Die Jury lobt hier insbesondere die wissenschaftspropädeutische Leistung:
Johannes Niemeier stellt differenziert und formal in vorbildlicher Weise die Haltung der Bekennenden Kirche ggü. den Juden zur Zeit des Nationalsozialismus dar. Besonders hervorzuheben sind der nachvollziehbare und stringente Aufbau der Facharbeit und das genaue, alle Aussagen zuverlässig durch Literatur belegende Vorgehen. 



Es wurden außerdem zwei weitere Preise für herausragende Leistungen vergeben:
Niklas Gehlen vom Amos-Comeius Gymnasium in Bad Godesberg erhält den „Sonderpreis denkerische Kreativität“ für seine Arbeit „Denkumschwung des 21. Jahrhunderts – Das Gemeindebild des Paulus – ein Computerschwarm?“.

Die Jury erklärt hierzu:
Einen Sonderpreis für „denkerische Kreativität“ erhält Niklas Gehlen für seine Beschäftigung mit der Frage, inwieweit aktuelle Theorien und Modelle zur kollektiven Intelligenz, wie sie etwa in der Informatik entwickelt werden, zur Beschreibung und Entwicklung christlicher Gemeinde herangezogen werden können. Auf intelligente, kreative und innovative Weise wird hier das Gemeindebild des Paulus mit dem Intelligenzmodell des Computerschwarms verglichen.

 

Auch Marcel Dann vom Bodelschwingh-Gymnasium in Herchen erhält für die Gestaltung und Interpretation eines Hungertuches in der Tradition der Misereor-Hungertücher einen Sonderpreis, den „Sonderpreis gestalterische Kreativität“.

Dazu die Jury:
Auf seine ganz eigene Art hat der Schüler Marcel Dann eine ambitionierte und markant kreative Facharbeit vorgelegt. Obwohl die Facharbeit im strengen Sinne weniger wissenschaftspropädeutisch ist, hat die Jury sich dazu entschieden einen weiteren Sonderpreis zu verleihen, da hier eine echte existentielle Auseinandersetzung mit einem wichtigen Motiv und dem Anspruch der Heiligen Schrift stattgefunden hat − gerade das ist ja ein hohes Ziel der Theologie! Der Autor hat eine kognitiv erfassbare und darüber hinaus über die Sinne aufnehmbare Botschaft: Er formuliert in Bild und Text ein biblisch grundiertes Plädoyer in unsere Zeit hinein. 



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