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Siegerehrung 2012

Schüler als erfolgreiche Theologen:

 
Preisträger mit dem „Facharbeitspreis Religion 2012“ geehrt

Die Preisträger für den „Schülerfacharbeitspreis Religion 2012“ stehen fest. Die jungen Theologinnen und Theologen, allesamt Schüler von Schulen aus dem Großraum Bonn/ Köln, wurden im Rahmen einer Feierstunde von den Dekanen der Katholischen und Evangelischen Fakultät Prof. Dr. Dr. Claude Ozankom und Prof. Dr. Günter Röhser im Festsaal der Universität Bonn geehrt.

Insgesamt haben sich 40 Schülerinnen und Schüler an diesem, zum achten Mal durchgeführten, ökumenischen Wettbewerb beteiligt. Die achtköpfige Jury aus Vertretern der Hochschule sowie der Kirchen hat aus den Einsendungen die überzeugendsten Arbeiten ausgewählt. Sie wurden mit Preisgeldern in Höhe von 300 Euro für den ersten, 250 Euro für den zweiten und 200 Euro für den dritten Platz belohnt. Finanziell ermöglicht wurde der diesjährige Wettbewerb durch das Katholische Stadtdekanat Bonn, namentlich Herrn Stadtdechant Monsignore Wilfried Schumacher.

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Der 1. Preis geht an Christopher Nicolaus vom Alexander-von-Humboldt Gymnasium Bornheim für eine Arbeit mit dem Titel „Neurobiologie und Glauben – Müssen wir glauben?“

Die Jury erklärt:
Auf tiefgründige Weise kreist die Facharbeit um die Frage, woher das Phänomen des Glaubens kommt. Inspiriert durch ein Praktikum am Bonner humangenetischen Institut „Life and brain“ werden evolutionsbiologische und neurowissenschaftliche Forschungen herangezogen: Lassen sich in unserem Gehirn neurologische Grundlagen finden, die uns religiös denken lassen? Nach einer äußerst präzisen und klugen Auseinandersetzung kommt Christopher Nicolaus zu dem Schluss, dass wohl die Fähigkeit zu glauben nachweislich vorhanden ist, dies aber gleichwohl nicht die theologische Option ausschließt, von einem Schöpfergott zu sprechen, dem daran liegt, von den Menschen erfahren zu werden.

Den 2. Preis erhält Kathrin Herres vom Städtischen Anno Gymnasium Siegburg für ihre Arbeit „Warum lässt Gott Leid zu? Vergleich der beiden Antwortversuche von Anne und Nikolaus Schneider ‚Wenn das Leid, das wir tragen, den Weg weist‘ mit Harald Kushner ‚Wenn guten Menschen Böses widerfährt‘“.

Die Jury erklärt:
Bei dieser Arbeit handelt es sich um das ideale Beispiel einer gymnasialen Facharbeit. Mit großem persönlichem und sachlichem Engagement wird ein Thema aus dem Unterricht aufgenommen und vertieft. Dabei wählt die Autorin einen klassischen Unterrichtstext (H. Kushner) und konfrontiert diesen durch ein selbständig durchgeführtes und ausgewertetes, sehr persönliches Interview. Dabei erreicht Kathrin Herres den entscheidenden sachlichen Punkt: Die Frage nach Gott angesichts des Leidens ist theoretisch unlösbar und erschließt gerade so die Lebendigkeit des Glaubens.

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Die Arbeit von David Mennekes vom Bodelschwingh-Gymnasium Herchen erhält den 3. Preis: Sie setzt sich mit folgendem Thema auseinander: „Die Gottesbeweise – Kann man Gott mit der menschlichen Vernunft beweisen?“

Die Jury erklärt:
Die Arbeit widmet sich einem anspruchsvollen und traditionsreichen Thema: Gibt es einen Gott? David Mennekes präzisiert diese Frage angesichts der heutigen Vormachtstellung der Wissenschaften: Kann man Gott mit der menschlichen Vernunft beweisen? Der souveräne Umgang mit dem theologischen Stoff, die Durchdringung der theologischen Thematik – sie überzeugen in der Arbeit. Darüber hinaus führt die kenntnisreiche und reflektierte Auseinandersetzung mit dem scheinbar anachronistischen Thema des Gottesbeweises – gerade in einer Zeit, die meint, zutiefst der Rationalität verpflichtet zu sein – in das Zentrum des Christlichen: Gott ist die Liebe.

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