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Wissenschaftssprache der Religionspädagogik

Korpuslinguistische Methoden sind auch geeignet, den Fachdiskurs einer Wissenschaft empirisch zu erschließen. Die Merkmale und Strukturen, welche die Fachtexte an ihrer Sprachoberfläche prägen, geben auch Aufschluss über die zugrunde liegenden konzeptionellen Zusammenhänge. An Beispielen des religionspädagogischen Fachdiskurses zeigt sich die erhellende Verfremdungswirkung dieses ungewohnten Zugangs.

„Deine Sprache verrät dich.“ Schlüsselbegriffe der Religionspädagogik im Spiegel ihrer Wissenschaftssprache.

Sprache ist konstitutiv für jede Wissenschaft. In ihr spiegeln sich die maßgeblichen theoretischen Konzepte. Was keinen sprachlichen Ausdruck findet – so könnte man Wittgensteins sprachphilosophische Grundeinsicht wissenschaftstheoretisch umformulieren – wird auch innerhalb einer Wissenschaft ungesagt bleiben. Umgekehrt ist dann aber auch zu erwarten, dass die prägenden theoretischen Konzepte auch ihren Niederschlag in der Sprache finden und dort ihre Spuren hinterlassen. In diesem Sinne will der Beitrag nach religionspädagogischen Schlüsselbegriffen Ausschau halten, und zwar nicht auf dem ‚klassischen’ Weg der hermeneutischen Analyse und Interpretation, sondern durch sprachempirische Untersuchung. Mithilfe korpuslinguistischer Methoden werden 10 Jahrgänge religionspädagogischer Forschungsbeiträge in den ‚Religionspädagogischen Beiträgen’ unter der Fragestellung analysiert, welche Begriffe sich als prägend erweisen und wie sie miteinander in Verbindung stehen.

  • Korpus: 171 deutschsprachige wissenschaftliche Artikel einer religionspädagogischen Fachzeitschrift, Quelle: ‚Religionspädagogische Beiträge‘ 42/1999 bis 61/2008 (20 aufeinanderfolgende Ausgaben; vollständig bis auf Rezensionen und Projektvorstellungen)
  • Veröffentlichung: Religionspädagogische Beiträge 66/2011, 31-46.
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